Netzhaut/Glaskörperoperationen

Ihre Untersuchung ergab eine Erkrankung im Bereich der Netzhaut bzw. des Glaskörpers. Um nur einige Beispiele zu nennen kann es sich dabei um eine der folgenden Erkrankungen handeln:

Makulaödem nach einem Gefäßverschluss

Was ist ein Makulaödem nach einem Gefäßverschluss?
Nach einem venösen Gefäßverschluss eines oder mehrerer abführender Netzhautgefäße (Thrombose) kommt aufgrund der gestörten Durchblutung zu Schwellungen der Netzhautschichten, Blutungen und Flüssigkeitsansammlungen. Wenn auch das Sehzentrum (Makula) betroffen ist, spricht man von einem Makulaödem. Häufige Symptome sind verschleiertes Sehen, Schwierigkeiten beim Lesen und verzerrtes Wahrnehmen von eigentlich geraden Linien (z.B. Badkacheln). Durch die Untersuchung des Augenhintergrundes kann die Diagnose meist schnell gestellt werden, zusätzliche Informationen liefern Fluoreszenzangiographie und die Optische Kohärenztomographie (OCT).

Therapieoptionen
Da die Ursache der Gefäßverschlüsse nicht behandelt werden kann, besteht das Therapieziel in der Erhaltung der Sehkraft und Vermeidung von weiteren Komplikationen. Da die Ausprägung solcher Gefäßverschlüsse sehr unterschiedlich sein kann, ist die Therapie individuell festzulegen.

Fokale Lasertherapie
Dies war bis vor wenigen Jahren noch der Goldstandard der Therapie. Hierbei werden gezielt kleinste Laserherde im Bereich der zentralen Netzhautveränderungen gesetzt, um die Flüssigkeit zu reduzieren und den Stoffwechsel wieder anzuregen. Diese Behandlung ist schmerzfrei und kann ohne Betäubung durchgeführt werden.

Intravitreale Injektion
Dies ist zur Zeit die sog. first-line-Therapie bei einem Makulaödem nach venösem Gefäßverschluss. Spezielle Medikamente werden in den hinteren Teil des Augapfels gespritzt. Diese reduzieren die Netzhautverdickung und Flüssigkeit; im Idealfall wird die Sehkraft wieder besser oder bleibt zumindest stabil. Zur Zeit gibt es verschiedene Wirkstoffe, die in den Augapfel gegeben werden können (Anti-VEGF-Hemmer, kurz- oder langwirksame Kortisonpräparate etc.) Je nach Medikament wird die Behandlung individuell angepasst. Die Spritztherapie wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Manchmal ist es sinnvoll, diese Therapie mit einer Laserbehandlung zu ergänzen.